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Die Waffen

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  Auf Grund Geschichtlichem Interesse an den Politischen Umbrüchen und Technologien des 19. Jahrundert, kam ich unweigerlich auch mit der Waffentechnik dieser Zeit in Kontakt. Ich erfuhr, wie welch handwerkliches Können an der Schwelle der Industrialisierung notwendig war und das die die Herstellung der Waffen - noch nicht so wie heute - eine handwerkliche Kunst darstellten, die sich im künstlerischen Stil, Formgefühl und Geschmack ausdrücken.

  Die Menschen haben zu altertümlichen Waffen verschiedenartige Beziehungen, die von kritikloser Bewunderung bis zur Verdammung reichen können; es bleibt jedoch unbestrittene Tatsache, dass die historischen Feuerwaffen wichtige Belegstücke der menschlichen Vergangenheit und deren beredte Zeugen darstellen. Ihre Aussage ist deutlich, vielseitig und dokumentarisch. Wir können eine Waffe aus jeder beliebigen Zeit von jederlei Art, für Militär-, Jagd- oder für Sportzwecke, zur Hand nehmen, immer haben wir einen Zeugen vor uns, der uns viel zu sagen hat.

  Die an die Waffe gestellten Ansprüche in bezug auf Material, Konstruktion und Technologie waren immer sehr streng, strenger als bei anderen zeitgenössischen technischen Produkten, auch wenn diese zur Spitzenklasse gehörten. Der Grund für diese besonders hohen Ansprüche war nicht nur der, dass ja aus der Waffe scharf geschossen wurde, es gab auch andere Gründe, in anderen Zusammenhängen. Die Notwendigkeit, Massen von Soldaten mit Handwaffen auszurüsten, rief früher als bei jedem anderen Industrieprodukt nach der Einführung maschineller Massenerzeugung. Und die Notwendigkeit, die Funktionsverläßlichkeit der Massenausrüstung zu sichern, erzwang die konsequente Durchsetzung des Prinzips einer vollkommenen Auswechselbarkeit sämtlicher Bestandteile der Waffe. So wurden die wichtigen Grundsätze der modernen Industrieerzeugung erstmals und im vollen Umfang eben in der Herstellung der Handfeuerwaffen verwirklicht.

  Mir bereitet es Freude, diese Zeugen zum Reden zu bringen - im wahrsten Sinne des Wortes -, ihre Sprache kennen zu lernen, ihrer Aussage folgen und sie zu begreifen. Es genügt mir nicht, ein Bild der Waffe vor sich zu haben, und es genügt mir auch nicht, sie nur zu besitzen.

 Ich bin immer wieder überrascht, wie präzise diese doch nun schon 160 Jahre alten Konstruktionen funktionieren.
Heutige Jäger und Militärs, die diese Waffen in die Hand nehmen, staunen nicht schlecht über die Treffgenauigkeit der Waffen unserer Altvorderen.


Vorderlader schießen ist so interessant, weil...

... es Spaß macht, "back to the roots" zu gehen.
... es stinkt (gut riecht).
... man sich auch mal (mehr oder weniger) dreckig macht.
... das "gemütliche" Laden und Schiessen des Vorderladers, beruhigend auf mich wirkt.
... man damit einfacher experimentieren kann bzw. muss.
... bei 3 Schützen mindestens 5 Meinungen zu einer einfachen Frage herrschen, und alle haben Recht!
... man vor und nach dem Schiessen so herrlich fachsimpeln kann.
... man ohne Bedenken erstaunlich starke Ladungen verwenden kann (OHNE hierbei Maxima zu überschreiten!)
... die Putzerei auch noch entspannend wirken kann.
... man eine Menge über die Geschichte der Waffen und ihrer Zeit erfahren kann.




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